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Grußworte an die Gäste des Gründungsdinners

Von Matijas Ðerek – in seinem Namen vorgetragen am 5. Oktober 2011

Matijas Ðerek Foto: Matijas Ðerek/www.leben-mit-als.de

Ich heiße Matijas Ðerek und ich bin nicht ganz unschuldig daran, dass Sie heute Abend hier sitzen. Im Juni letzten Jahres haben meine Essener Fußballvereine und Kollegen der RWE IT ein Benefiz-Fußballturnier organisiert. Ich war sehr erstaunt, als vor dem Spiel plötzlich ein Grußwort unseres obersten Chefs Dr. Jürgen Großmann verlesen wurde. Und das ging ungefähr so:

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freunde von Matijas,

Mehr oder weniger zufällig habe ich von dem heutigen Benezifturnier erfahren und es ist mir ein Anliegen, allen Beteiligten zu danken. Ob Sie, liebe RWE-Kollegen, nun als Spieler, Organisator oder als Zuschauer heute hier sind: Ihr Einsatz zeigt, dass Arbeiten bei RWE mehr ist als nur ein Job. Hier geht es um mehr als nur die monatlichen Lohnzettel. Sein Unternehmen, die RWE „IT GmbH“, steht zu Herrn Ðerek und seiner Familie – auch nach Feierabend und am Wochenende, und das zusammen mit den beiden Essener Fußballvereinen und der örtlichen Presse. Hilfsbereitschaft und Solidarität sind keine leeren Worte – sie gehören in unser tägliches Miteinander. Das ist wichtig, vor allem für Menschen, die mit einer schwierigen Situation mit unsicherem Ausgang fertig werden müssen.

Umso mehr gilt meine Anerkennung auch Ihnen persönlich, Herr Ðerek. Gerne hätte ich heute mit Ihnen allen mitgespielt, auch wenn meine fußballerischen Qualitäten begrenzt sind und ich mit Herrn Ðerek und seinen Sportfreunden und Kollegen ganz bestimmt nicht mithalten kann.

So wünsche ich der Veranstaltung auf diesem Wege alles Gute. Ach ja, und über das Ergebnis möchte ich natürlich auch informiert werden.

Glück Auf
Jürgen Großmann

 

Mir hat dieses Grußwort schon damals viel bedeutet, obwohl ich natürlich nicht geahnt habe, was alles daraus entsteht. Nicht nur, dass Jürgen Großmann ein paar Tage nach dem Turnier auch nachgefragt hat: „Wer hat gewonnen?“ Er hat sich auch regelmäßig erkundigt, welche Therapien ich mache, wie es mir geht, oder wie er meiner Familie helfen kann. Und im Februar dieses Jahres haben meine Frau und ich Jürgen Großmann persönlich kennengelernt. Was wir uns denn wünschen, hat er uns gefragt. Dass mehr für die Erforschung von ALS getan wird, habe ich geantwortet.

Dann ging es Schlag auf Schlag: Welche Klinik, welcher Mediziner in Deutschland kennt sich am Besten mit der Krankheit aus? Wohin kann man spenden? Was macht das Bundesforschungsministerium in Sachen ALS-Forschung? In vielen Sachfragen hat mich Jürgen Großmann kontaktiert und plötzlich kam dann die Frage, ob ich wohl etwas dagegen hätte, wenn ein ALS-Forschungsprojekt der Berliner Charité meinen Namen trägt. Meinen Namen. Das hat mir viel Kraft gegeben.

Um heute selbst in Berlin dabei zu sein, reicht die Kraft aber leider nicht aus. Deshalb möchte ich Ihnen auf diesem Weg meine besten Wünsche für den heutigen Abend mitgeben: Jürgen Großmann und RWE mögen vielen Menschen in Deutschland vor allem als „Dinosaurier der Energiewirtschaft“ gelten. Ich dagegen kenne RWE als fürsorglichen Arbeitgeber. Jürgen Großmann und sein persönliches Engagement sind ein Segen für alle ALS-Patienten und ein Segen für mich und meine Familie. Ich hoffe, er kann Sie alle anstecken mit seinem Willen, diese Krankheit zu bekämpfen. Ich weiß: Jürgen Großmann werden diese Worte „zu groß“ sein. Aber ich kann es einfach keine „Nummer kleiner“ sagen, weil es einfach großartig ist, was er macht.

Ich wünsche Ihnen allen einen wunderbaren Abend.

Ihr
Matijas Ðerek